Armbanduhren



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Das Streben der Miniaturisierung, war Grundvoraussetzung dafür, dass Uhren später an Handgelenken getragen werden konnten. War die Erfindung der Hemmung ein Meilenstein in der Entwicklung der Räderuhr, so muss für die Erfindung der Armbanduhr die Entwicklung der Zugfeder als solcher gelten.Armbanduhren begegnen uns in der Literatur mit Regelmäßigkeit Ca. ab 1790. Hierbei handelt es sich in aller Regel noch um so genannte Vorläufer der heutigen Armbanduhr. Es waren naturgemäß Einzelstücke, die auf besondere Bestellung hin gefertigt wurden.

Wann die Armbanduhr genau erfunden wurde, darüber streiten sich die Experten. Aufgrund mangelhafter Überlieferung, lässt sich der Zeitpunkt nur sehr grob eingrenzen: Zugfedern wurden in Frankreich im späten 15. Jahrhundert eingesetzt.

Dementsprechend lässt sich die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert als einen markanten Zeitpunkt bei der Erfindung der Armbanduhr festhalten.

Es ist leicht nachzuvollziehen, dass sich die Armbanduhr aus der vorher rund 400 Jahre lang attraktiven und gebräuchlichen Taschenuhr entwickelt hat. Von ca. 1900 wurden die ersten Armbanduhren an Tragevorrichtungen an Armreifen oder Armbändern getragen.

Zwischen 1900 und 1913 kommen erste Armbanduhren auf den Markt. Auch diese sehen noch aus, wie Taschenuhren und sind es auch meistens.

Im ersten Weltkrieg, (1914 bis 1918) wurden Militärarmbanduhren vermehrt verwendet. Deren Zifferblatt, waren entweder mit klappbareb Deckeln oder Schutzgittern versehen, so dass diese im Schützengraben nicht zersprangen.

Insbesondere in den zwanziger Jahren machten die Uhrmacher erhebliche technische Fortschritte. John Harwood machte erste Versuche mit Armbanduhren mit Selbstaufzug. Rolex stellt eine erste wasserdichte Uhr vor. Passenderweise bekam diese den Namen Oyster (Auster).Während bis hierhin, Armbanduhren und Taschenuhren nebeneinander im Markt existierten, die Taschenuhren jedoch noch deutlich beliebter waren, was insbesondere an ihrer Robustheit und ihrer höheren Ganggenauigkeit lag, erfolgte in den dreißiger Jahren der Umschwung. Ab hier setzt sich die Armbanduhr unaufhaltsam durch und ihr Design verselbständigt sich vom Design der Taschen Uhren.In den vierziger Jahren (zweiter Weltkrieg) wurden die so genannten Fliegeruhren entwickelt. Diese hatten schwarze Zifferblätter (und damit keine Reflektion in der Dunkelheit), Leuchtzeiger (damit sie auch in der Dunkelheit ablesbar waren) und eine überdimensionierte Krone (damit Sie aufgezogen werden konnten, ohne die Fliegerhandschuhe auszuziehen). Hinsichtlich der Uhrentechnik, ergaben sich weitere Fortschritte: die Rotor Automatic wurde entwickelt, ein im Uhrgehäuse rotierendes Gewicht, dessen Rotationsenergie dazu verwendet wird, Zugfeder aufzuziehen. Das Tourbillon wird erfunden.

Als goldene Zeiten der mechanischen Armbanduhr lassen sich sicherlich die fünfziger und sechziger Jahre bezeichnen. Technische Erfolge werden insbesondere in der Weiterentwicklung der Automatik gefeiert. In den sechziger Jahren hat die mechanische Uhr ihren Zenit erreicht. Hamilton und Bulova bringen die ersten elektrischen Armbanduhren auf den Markt. Diese konnten sich zwar nicht durchsetzen, aber man kann sie durchaus als die Vorläufer der Quarzuhr bezeichnen.Quarz-Armbanduhren wurden erstmals im Jahr 1970 auf der Basler Uhrenmesse vorgestellt. Gleich mehrere Schweizer Firmen stellten die ersten Modelle vor. In der Massenfertigung, erfolgte die Weiterentwicklung jedoch hauptsächlich in Japan. Zu nennen sind hier die Namen Casio, Citizen und Seiko. Gegenüber der modernen Quarzuhr, war die traditionelle mechanische Uhr, was Kosten und Ganggenauigkeit anbelangt hoffnungslos unterlegen. Diese neuen Quarzuhren trafen zudem den Geschmack der Verbraucher. Die Schweizer Uhrenindustrie erlitt aufgrund dieses Verdrängungswettbewerbs dramatische Verluste. Viele traditionsreiche Unternehmen verschwanden vom Markt. Andere verlagerten ihre Produktion auch hin zur Quarzuhr. Und wieder andere produzierten parallel. Nur einige wenige Hersteller, insbesondere die Edelmarken überlebten mit der Produktion von rein mechanischen Werken in Luxus-Marktnischen. Das Sammelgebiet „Mechanische Uhr“ entsteht Mitte der achtziger Jahre. Nach dem die ersten Quarzuhren nahezu ausschließlich digitale Anzeigen hatten, ging der Trend ganz stark in Richtung analoger Anzeige, mit digitalem Werk. Quasi in diesem Schatten, erlebte die mechanische Armbanduhr ihre Renaissance. Immer mehr traditionsreiche Hersteller und Nobelmarken distanzieren sich wieder ganz bewusst und öffentlich von den Quarzuhren und stellen ihre Produktion wiederum auf mechanische Werke.

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