Alles über edle Uhren
Uhrenkauf strafbar?
Um diese etwas provokante Überschrift ins rechte Licht zu rücken: der normale Uhrenkauf an sich ist natürlich nicht strafbar. Problematisch wird es aber dann, wenn es sich z.B. um ein gestohlenes Stück handelt.
Hierbei ist zu beachten, dass bei vielen Markenherstellern Seriennummern der Uhren in einem weltweiten Register gespeichert werden. Dementsprechend sollte sich auch der Käufer einer gebrauchten Armbanduhr im eigenen Interesse durch geeignete Belege etc. versichern, dass das von ihm erworbene Stücke nicht Diebesgut ist. Denn spätestens, wenn die Uhr zur Revision gegeben wird, und der Uhrmacher diese gegebenenfalls sogar ins Herstellerwerk einschickt, kann es Ärger geben.
Weitere Vorsicht ist beim Kauf von Uhren in Zollfreigebieten oder in Steueroasen geboten. Die Einfuhr dieser Stücke in die Bundesrepublik Deutschland, beziehungsweise in die Grenzen der Europäischen Union ist steuer-und zollpflichtig.
Schuldner der Einfuhrumsatzsteuer und des Zolls ist stets derjenige, der die Uhr über die Grenze verbringt und nicht etwa der Verkäufer. Zoll und Umsatzsteuer können dabei zu erheblichen zusätzlichen finanziellen Belastungen führen.
Auch der Kauf von Plagiaten (z.B. über das Internet) ist riskant. Im Regelfall verlangt der Internetanbieter Vorauskasse. Die Versendung erfolgt meistens per Luftfracht, damit es schnell geht. An den einschlägigen deutschen Flughäfen haben die Zollbehörden eigene
Stationen dafür eingerichtet, die eingeführte Sendungen auf Markenpiraterie hin zu untersuchen. Das geschulte Auge des Zöllners fischt dabei mit hoher Sicherheit verdächtige Packungsgrößen heraus, unterzieht dieser einer Untersuchung. Im Verdachtsfall wird der Empfänger der Sendung in das Flughafen-Zollbüro einbestellt. In seinem Beisein wird die Sendung dann geöffnet. Neben Einfuhrumsatzsteuer und Zollabgaben droht dem Empfänger der Lieferung zusätzlich, dass das Plagiat vernichtet wird. Ein klassischer Fall von: außer Spesen nichts gewesen.
| Print article | This entry was posted by Watchwatcher on March 27, 2008 at 7:44 pm, and is filed under Allgemein, Interessantes und Wissenswertes. Follow any responses to this post through RSS 2.0. You can leave a response or trackback from your own site. |
about 3 years ago
Da ist höchste Vorsicht angesagt, vor allem auch im Internet. Den meisten ist gar nicht bewußt, dass sie sich selbst strafbar machen.
about 3 years ago
Danke für die Informationen. Ich selber rate auch immer davon ab Uhren in einem undurchsichtigen Umfeld zu erwerben. Eigentlich ist es auch unsinnig, da ein Kauf einer Uhr mit gleichzeitiger Garantie wesentlich mehr Sinn macht als ominöse Geschäfte auf dem Trödelmarkt.